Wir setzen uns dafür ein, dass alle Frauen und FLINTA, die Häusliche Gewalt erfahren, schnell Unterstützung erhalten.
Unser Schwerpunkt ist Häusliche Gewalt gegen Frauen und FLINTA mit verschiedenen Behinderungen.
Dazu gehört für uns auch Gewalt in Wohneinrichtungen, in der Betreuung und in Werkstätten.
Diese Gewaltformen nennt man auch geschlechtsspezifische Gewalt im sozialen Nahraum.
FLINTA steht für Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen.
Das bedeutet:
Wir suchen Barrieren in den Zugängen zum Hilfesystem.
Was hindert Frauen und FLINTA daran, die Hilfe zu bekommen, die sie brauchen?
Dann entwickeln wir Maßnahmen, um den Zugang zu verbessern.
Wir vermitteln Wissen zwischen der Eingliederungshilfe und dem Anti-Gewalt-Bereich.
Dazu bieten wir Schulungen und Fortbildungen für Fachkräfte und Selbstvertreter:innen an, beispielsweise für Frauenbeauftragte, Wohnbeiräte oder Werkstatträte.
Wir sensibilisieren den Anti-Gewalt-Bereich für die Bedarfe von Frauen mit Behinderungen und die Eingliederungshilfe für geschlechtsspezifische Gewalt.
Wir ermöglichen Vernetzung und Austausch.
Wir organisieren Arbeitsgruppen und Netzwerktreffen, um Menschen aus beiden Bereichen miteinander zu vernetzen.
Wir entwickeln gemeinsam Forderungen und Maßnahmen.
Wir fördern lokale Vernetzung.
Wir schaffen einen Austausch zwischen den Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und den Fachberatungsstellen und Schutzeinrichtungen in ihrem jeweiligen Bezirk.
Wir erstellen Informationsmaterial in Leichter und schwerer Sprache.
Wir sind ein Kooperationsprojekt von BIG e.V. (Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen) und Lebenshilfe gGmbH Berlin.
Wir sind ein inklusives Team aus fünf Personen:
- Fachreferentin der Lebenshilfe
- Fachreferentin von BIG
- Peer-Expertin
- Peer-Assistenz
- Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Wir arbeiten feministisch und diskriminierungskritisch.
Wir wollen die Perspektiven von Frauen und FLINTA mit Behinderungserfahrungen sichtbarer machen. Wir arbeiten deshalb eng mit Selbstvertreter:innen zusammen.
Frauen und FLINTA mit einer Behinderung erleben deutlich häufiger Gewalt als Frauen ohne Behinderung. Sie finden aber sehr viel seltener Unterstützung.
Dafür gibt es viele Gründe. Zum Beispiel:
- Es gibt wenig Informationsmaterial in Leichter Sprache. Das heißt: Manchmal wissen Frauen nicht, dass sie Gewalt erleben.
- Beratungsstellen sind nicht rollstuhlgerecht oder haben keine Gelder für Dolmetschung in Gebärdensprache.
- Frauenhäuser haben eine geheime Adresse. Deswegen ist es schwierig, Frauen und FLINTA mit Assistenz-Bedarf aufzunehmen.
Fragen, Interesse an einer Fortbildung oder Wunsch nach Vernetzung? Einfach Kontakt aufnehmen – Wir freuen uns über Austausch und neue Kooperationen.